Kurze Aufklärungsarbeit für zwischendurch: Was ist der Unterschied zwischen Übersetzen und Dolmetschen?

Zu Beginn ist erst einmal festzuhalten, dass es überhaupt einen Unterschied gibt. Im Alltag werden diese Begriffe eher synonym verwendet oder vielleicht eher noch „Übersetzen“ als Bezeichnung für beide Tätigkeiten.

 

Tatsächlich ist dabei aber die Rede von zwei verschiedenen Tätigkeiten und Berufen (auch wenn es oft vorkommt, dass ein Dolmetscher zusätzlich als Übersetzer arbeitet), die in zwei verschiedenen Masterstudiengängen gelehrt und gelernt werden.

 

Dolmetschen findet in der Regel mündlich statt, das klassisch bekannte Bild davon beschreibt wohl den Konferenzdolmetscher, der simultan (gleichzeitig) einen Vortrag in seiner Kabine dolmetscht. Ebenso kann aber konsekutiv gedolmetscht werden, das heißt der Dolmetscher macht sich Notizen, während gesprochen wird, um anschließend in einer Redepause in die Zielsprache zu dolmetschen. Weitere Einsatzbereiche für Dolmetscher sind (neben „Wetten, dass…“) Krankenhäuser, Gerichtsverhandlungen, Asylämter, Bildungseinrichtungen…

 

Ein Übersetzer ist hingegen beim geschriebenen Wort zuhause. Er arbeitet mit Texten verschiedenster Art. Es kann sich um literarische Werke, Bedienungsanleitungen, Rechtstexte, Softwareoberflächen-Texte, Kochrezepte oder anderes handeln. Unter den Übersetzern finden sich zwei Berufstypen: der freiberufliche Übersetzer, der von zuhause aus bzw. in seinem eigenen Büro für verschiedene Kunden oder Übersetzungsagenturen arbeitet, oder zweitens der festangestellte oder auch „in-house“-Übersetzer, der nur für eine bestimmte Firma tätig ist.

 

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